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Ghostbusters - The Videogame

Wahrung!!! Diese Review ist von einem Ghostbusters Fan geschrieben und überhaupt nicht objektiv!!! Und es bezieht sich auf die XBox 360 Version, welch erst im Herbst offiziell in Europa erscheint (Danke noch mal Sony)
Aber fangen wir mit der Story an. Die Handlung steigt ein paar Jahre nach dem zweiten Ghostbusters Film ein. Man spielt den namenlosen Azubi, bzw. keiner der Ghostbusters will den Namen wissen, um keine emotionale Bindung zum Spieler aufzubauen (Der letzte Azubi hat nicht sehr lange gehalten). Als Neuer ist es nun die Aufgabe des Spielers die neue Experimentalhardware zu testen. Und wie sollte es anders sein, nimmt nebenbei die Geisteraktivität in New York (mal wieder) überdurchschnittlich zu. Und das bedeutet wiederum für die Ghostbusters ein ganz normaler Arbeitstag (:
Im Verlauf der Story wird man an die verschiedenste Orte geschickt (Bibliothek, Museum, Versunke Insel, Central Park...), um der Ursache für die erhöhte Aktivität auf den Grund zu gehen. Und am Ende hängt es an den Ghostbusters (und ihrem treuen Azubi) die Apokalypse (mal wieder) aufzuhalten. Ach ja, es gibt natürlich auch wieder eine Frau die Venkman den Kopf verdreht.
Nun aber zum Gameplay. Die Aufgabe eines Geisterjäger ist es, Geister zu jagen, schlicht und einfach. Dafür wird dem Spieler bis zu 4 verschiedene „Strahlenwaffen“ mit dazugehörigen Alternativfeuermodus in die Hand gerückt. Damit werden die Geister zunächst einmal geschwächt, wobei jeder Geist eine besondere Schwäche gegen eine diese Waffen aufweist. Ist der Geist schwach genug, wird versucht ihn in die Falle zu ziehen. Die Steuerung kommt dabei wirklich realistisch (also für Geisterjägerequipment) rüber. Allerdings hätte ich mir hier noch etwas Gerüttel vom Controller gewünscht, um den Eindruck des Zerren und Ziehens noch zu verstärken.
Anzeigen für Lebensenergie und Waffenenergie werden vom HUD verbannt und auf das Protonenpack verlegt (Dead Space lässt grüßen). Das hat natürlich den Vorteil das man ein freieren Bildschirm zur Verfügung hat um das Spiel zu genießen. Allerdings hat das Design auch einen Nachteil; die Anzeige ist zum Teil recht klein und je nach Kamerawinkel schwer zu erkennen.
Ein guter Geisterjäger braucht natürlich auch sein PKE-Messgerät. Damit werden zum einem versteckte Geister und versteckte Gegenstände wie Sporen, Schleime und verfluchte Artefakte entdeckt. Zum anderen werden damit Informationen von Geistern und deren Schwäche erkennbar gemacht (vergleichbar mit der Kamera in Bioshock). Darüber hinaus werden noch kleinere Schieberätsel, die mit Hilfe des Schleimwerfers oder des Fangstrahl gelöst werde, eingestreut.
Aber die wichtigste Waffe eines Geisterjäger ist nicht etwa sein Protonenstrahl, sondern sind seine Teammitglieder. Nur gemeinsam mit ihnen ist man in der Lage voranzukommen. Sollte ein Geisterjäger „ohnmächtig“ werden, so wird er von den anderen wiederbelebt. Dies gilt auch für den Spieler. Das Game Over kommt erst, wenn alle an der Mission beteiligte Charaktere gefallen sind.
Kommen wir nun zu dem Highlight des Spiels: die Atmosphäre. Ghostbusters - The Videogame geizt nicht mit Details. Bestes Beispiel ist das HQ der Ghostbusters selbst. So steht zum Beispiel das riesige Gemälde aus dem Film Ghostbusters 2 dort rum und „verschönert“ das ehemalige Feuerwehrhaus. Auch werden alle Artefakte die man im Verlauf des Spiels finde im Haushalt der Geisterjäger verwendet. Aber auch kleine Details lassen sich entdecken. So habe ich rund eine halbe Stunde Spielzeit damit verbracht nur den Anrufbeantworter der Geisterjäger abzuhören - manche dieser Anrufe sind einfach nur als genial zu bezeichnen. Aber auch die übrigen Ort des Spiels sind liebevoll gestaltet. So kann man innerhalb des Museums Audioguideboxen aktivieren, die einem Informationen über den Bürgerkrieg, Ägypten usw. liefern, je nach dem in welcher Ausstellung man sich gerade befindet. Einige der Levels sind aus dem Ghostbusters Film bekannt. So zum Beispiel die öffentliche Bibliothek. Auch viele der beliebtesten Geister haben es ins Spiel geschafft. Allen Voran natürlich Slimer und der Marshmallowmann. Dem Marshmallowmann ist übrigens der gesamte zweite Level gewidmet.
Die Soundkulisse ist eine der Besten die mir bisher untergekommen ist. Die Sprecher sind die (englischen) Originale aus den Filmen. Die Hintergrundmusik vermittelt alles von Slapstickstimmung bis zur Gänsehaut. Und was die Dialoge angeht - ich hätte das Spiel auch gekauft, wenn sich herausgestellt hätte, das es nur als Hörspiel ohne Interaktionsmöglichkeiten und ohne Grafik ausgeliefert wurden wäre. Die Dialoge sprühe nur so von Witz.
Der Schwierigkeitsgrad ist am Anfang relativ einfach. Jedoch gibt es gegen Ende aber doch so einige Stellen, wo man anfängt den Ghostbusters Song zu hassen, weil man diesen alle paar Sekunden im Ladebildschirm hören muss, nach dem man mal wieder gestorben ist. Allerdings wirft man den Controller nicht einfach in die Ecke, sondern bleibt hartnäckig dabei, nur damit man erfahrt wie es mit den Jungs weiter geht.
Ghostbuster - The Videogame ist nicht nur eine sehr gute Filmlizenz-Versoftung, sondern ist wirklich der dritte Teil der Ghostbusterssaga. Ich kann es jedem empfehlen der ein bisschen was für Ghostbusters übrig hat. egal ob für Xbox oder PS3.
P.S: Es gibt übrigens auch noch einen Multiplayer, in dem ihr gleichzeitig gemeinsam und gegeneinander mit/gegen bis zu drei weitere Ghostbusters antretet. Meist läuft es darauf hinaus mehr Geister als die anderen in eure Falle zu ziehen und damit mehr Geld zu verdienen.
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